Wartung, Pflege und Fehlersuche
Die Nussreiner Säge ist auf wenig Wartung ausgelegt. Mit diesen Hinweisen bleibt sie viele Jahre zuverlässig – und wenn doch einmal etwas klemmt, finden Sie hier die Lösung.
Auf einen Blick
| Wann | Was |
|---|---|
| Vor jedem Einsatz | auf ungewöhnliche Geräusche achten |
| Nach der Arbeit | Wellen, Kugellager, Flansche und Riemenscheiben auf Wärme prüfen |
| Etwa alle 100 Betriebsstunden | prüfen, ob sich etwas gelockert hat, Schrauben nachziehen |
| Einmal jährlich (vor dem ersten Einsatz) | Kugellager schmieren, Förderketten reinigen und schmieren |
| Einmal jährlich (Dieselmotor) | Ölwechsel |
Sicherheit: Schalten Sie bei Wartung und Reparatur immer den Strom ab. Greifen Sie keinesfalls in die laufende Säge.
Diese Hinweise gibt es auch als Original-Anleitung zum Herunterladen (PDF). Wie jede Säge vor der Auslieferung geprüft wird, zeigt die Endkontrolle.
Förderketten
Die Förderketten dürfen keinesfalls straff gespannt werden – das würde zum Bruch von Wellen und Ketten führen. Die Ketten müssen unter der Säge etwas durchhängen.
- Spannung prüfen: Heben Sie die Mitnehmer etwas an – rund 6 cm sollten möglich sein.
- Unterschiedlich lange Ketten sind normal und kein Problem.
- Lassen Sie den Förderer gelegentlich allein laufen – langsam, schnell, vor- und rückwärts. Er soll ruhig und leise laufen. Prüfen Sie dabei die Führungen unter der Säge.
- Reinigen und Schmieren: Die Ketten sind ab Werk sehr gut vorgeschmiert. Vor dem Schmieren reinigen, am besten mit einem guten Kettenspray.
Kugellager
Schmieren Sie die Lager einmal im Jahr, am besten im Frühjahr oder Sommer vor dem ersten Einsatz – und nicht zu viel: Wird zu viel Fett hineingepresst, drückt es die Dichtringe heraus. Dann gelangt Schmutz hinein, und das Lager wird defekt.
Verbaut sind zehn handelsübliche Lager (siehe Ersatzteile).
Getriebemotor
Das Getriebe ist mit 0,15 l Synthetiköl 320 auf Polyglykolbasis gefüllt. Solange es dicht ist, muss weder nachgefüllt noch kontrolliert werden.
Im Betrieb wird das Getriebe warm – es darf aber keinesfalls so heiß werden, dass man es nicht mehr anfassen kann.
Sägeblätter
- Scharf halten. Mit scharfen Blättern braucht die Maschine weniger Leistung, läuft leichter und leiser, und es gibt weniger Störungen.
- Handfest genügt. Die Sägeblätter müssen nicht streng angezogen werden.
- Richtige Größe: Durchmesser 600 mm, Bohrung 30 mm, wenige Zähne (36 bis 45), dünner Schnitt – ideal 3,8 mm, maximal 4,2 mm.
Wie die Blätter versetzt werden, steht unter Schnittlänge verstellen.
Keilriemen
Die Säge arbeitet mit wartungsarmen Hochleistungskeilriemen. Sie übertragen mehr Leistung als Standardriemen, halten länger und dehnen sich kaum – der Hersteller verspricht keine Längenänderung über die gesamte Lebensdauer.
Kontrollieren Sie die Spannung trotzdem gelegentlich: Gut gespannte Riemen übertragen mehr Leistung, verursachen weniger Störungen und verschleißen langsamer. Die Riemen dürfen sich gegenseitig nicht berühren.
Hochleistungskeilriemen gibt es von verschiedenen Herstellern (z. B. Continental, Gates, Fenner). Auch SPB-Keilriemen können verwendet werden – die Größen finden Sie unter Ersatzteile.
Reinigung, Regen und Holzschutz
- Reinigen: Es genügt, die Säge mit Druckluft oder einem Laubbläser abzublasen. Keinen Hochdruckreiniger und keinen Dampfstrahler verwenden – das beschädigt Kugellager, Motoren und Elektrik.
- Regen: Etwas Feuchtigkeit verträgt die Säge. Anschließend sollte sie gut trocknen – am besten an der frischen Luft, nicht in einer geschlossenen Garage. Für Sägen, die dauerhaft im Freien stehen, gibt es eine spezielle Abdeckung.
- Holzschutz: Anstriche sind nicht nötig.
Schaltschrank
Der Schaltschrank muss im Betrieb unbedingt geschlossen sein – die Elektrik verträgt keinen Staub. Prüfen Sie gelegentlich Schrank und Lüfter: Alles soll sauber und trocken sein.
Richtig arbeiten
- Langsam, wenn möglich: Lassen Sie den Förderer nur so schnell laufen wie nötig. Das bedeutet weniger Verschleiß, Lärm und Staub – und seltener Störungen.
- Hohe Leistung: Wenn Sie mehr Leistung brauchen, müssen beide schneller laufen – Förderer und Sägeblätter. Sonst klemmt es.
- Holz richtig einlegen: Der „Buckel“ eines Scheits zeigt nach unten. So kommt es seltener zu Störungen.
- Nur sauberes Brennholz schneiden – nichts anderes.
Fehlersuche
Der Förderer startet nicht
Prüfen Sie zuerst:
- Ist Strom da?
- Ist der Hauptschalter aus?
- Ist ein Not-Aus gedrückt?
Liegt es daran nicht, klemmt meistens etwas:
- ein Scheit zwickt im Sägeblatt,
- Holz klemmt oben am Abwurf,
- Holz klemmt unten beim Einlegen,
- Holz klemmt irgendwo unter der Säge.
Die Sägeblätter laufen nicht an
- Not-Aus gedrückt? Dann sollten die Sägeblätter in Stufe 3 laufen.
- Klemmt etwas? Schalten Sie den Strom ab und prüfen Sie es. Die Sägeblätter müssen sich von Hand drehen lassen.
- Frequenzumrichter: Schalten Sie den Hauptschalter für etwa eine Minute aus. Damit wird eine Störung gelöscht, und die Säge sollte wieder laufen.
- Geht gar nichts mehr, öffnen Sie den Schaltschrank. Eventuell zeigt der Frequenzumrichter eine Störung an, die Sie dort bestätigen können.
Ein Scheit klemmt
- Drücken Sie schnell einen Not-Aus.
- Setzen Sie den Not-Aus wieder zurück.
- Lassen Sie den Förderer etwas zurücklaufen (Not-Aus zurückdrehen, Hauptschalter ein, Position 3 wählen). Meist löst sich das Scheit – dabei muss man unten oft ein paar Scheite herausnehmen.
- Klappt das nicht: Strom abschalten, das klemmende Scheit suchen und herausziehen. Achten Sie darauf, dass die Säge nicht unbeabsichtigt anlaufen kann.
- Prüfen Sie zum Schluss – weiterhin ohne Strom –, ob sich die Sägeblätter frei von Hand drehen lassen.
Ungewöhnliche Geräusche
Suchen und beheben Sie die Ursache sofort. Mögliche Ursachen: Kugellager der Wellen, Kugellager des Motors, Förderketten oder der Ölstand des Getriebemotors.
Vibrationen
Die Säge darf nicht vibrieren. Berühren Sie die Maschine bei voller Drehzahl. Spüren Sie Vibrationen, suchen Sie unbedingt die Ursache – meist sind es die Sägeblätter.
Wärmeentwicklung
Berühren Sie nach der Arbeit Wellen, Kugellager, Flansche und Riemenscheiben – vorsichtig, man kann sich die Finger verbrennen. Wird etwas ungewöhnlich warm, schleift irgendwo etwas. Die Ursache muss unbedingt behoben werden.
Säge mit Dieselmotor
Starten:
- Gas auf ⅔ stellen.
- Kompressionshebel (roter Hebel am Motor) nach unten drücken und halten.
- Mit dem Zündschlüssel starten. Die Kompression erst loslassen, wenn eine Drehzahl erreicht ist.
- Den Schlüssel loslassen, sobald der Motor zündet.
Im Betrieb:
- Wählen Sie die Drehzahl so, dass möglichst wenig Vibrationen entstehen.
- Achten Sie auf Überhitzung und halten Sie einen Feuerlöscher bereit.
- Reinigen Sie den Luftfilter regelmäßig.
- Mit dem Kompressionshebel lässt sich auch prüfen, ob die Sägeblätter frei drehen.
- Prüfen Sie regelmäßig den Ölstand. Ein Ölwechsel ist einmal jährlich fällig.
Transport
Fahren Sie in Kurven und auf unebenen Wegen langsam – die Säge besteht keinen „Elchtest“ und kann umkippen. Auch starker Seitenwind kann gefährlich werden. Der Reifendruck beträgt 3,5 bar.
Für den Straßenverkehr ist eine Einzelabnahme nötig – siehe TÜV-Einzelabnahme und Zulassung.
Sicherheit
- Die Säge muss beim Arbeiten sicher stehen. Legen Sie Keile unter die Räder – sie darf keinesfalls wegrollen.
- Ziehen Sie beim Verschieben unbedingt die hintere Abstützung aus. Kippt die Säge nach hinten, kann man sie plötzlich nicht mehr halten.
- Plane und Bordwand müssen im Betrieb geschlossen sein. Öffnen Sie sie nur bei Stillstand und unterbrochener Stromversorgung.
- Schalten Sie bei Wartung und Reparatur immer den Strom ab.
- Greifen Sie keinesfalls in die laufende Säge.
- Tragen Sie Gehörschutz, Arbeitskleidung, passendes Schuhwerk und einen Helm mit Visier oder eine Schutzbrille.
- Tragen Sie eine Staubmaske – Holzstaub kann Allergien auslösen.
- Der Boden am Arbeitsplatz soll sauber, eben, rutschfest und frei von herumliegenden Gegenständen sein.
- Stellen Sie sich zum Einlegen seitlich hin. Der Platz direkt vor der Säge ist deutlich gefährlicher.
- Achten Sie darauf, dass niemand in der Nähe steht – Kinder unbedingt fernhalten.
Reparaturen: Schäden an Maschine oder Elektrik müssen umgehend behoben werden. Bis dahin darf die Säge nicht benutzt werden. Die Arbeiten dürfen nur von ausgebildeten Fachkräften ausgeführt werden.
Ersatzteile
Alle Verschleißteile sind Standardteile und im Fachhandel vorrätig oder kurzfristig lieferbar.
| Teil | Typ | Anzahl |
|---|---|---|
| Stehlager | UCP 205 | 6 |
| Flanschlager | UCF 205 | 4 |
| Keilriemen | XPB 1500 LW | 2 |
| Keilriemen | XPB 2580 LW | 1 |
| Sägeblätter | Ø 600 mm, Bohrung 30 mm, 36–45 Zähne, Schnitt 3,8–4,2 mm | – |
| Getriebeöl | Synthetiköl 320 auf Polyglykolbasis | 0,15 l |
Auch SPB-Keilriemen können verwendet werden. Bei Fragen zu Ersatzteilen rufen Sie einfach an.